DOCUMENTA
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Initiator der ersten documenta war der Kasseler Kunstprofessor und Designer Arnold Bode. Anlässlich der Bundesgartenschau 1955 gelang es ihm, mehr als 130.000 Besucher anzuziehen. Schwerpunkt dieser ersten Ausstellung war weniger die „zeitgenössische Kunst“, also die nach 1945 entstandene, vielmehr wollte Bode den Besuchern vor allem die Arbeiten derjenigen Künstler nahebringen, die während der NS-Zeit unter der Bezeichnung „Entartete Kunst“ in Deutschland bekannt waren. Daher stand die Abstrakte Kunst, insbesondere die Abstrakte Malerei der 1920er und 1930er Jahre im Mittelpunkt der ersten Ausstellung. Im Rahmen der folgenden Jahre verlagerte sich der Schwerpunkt zur zeitgenössischen Kunst. Anfangs war die Schau auf Europa beschränkt, doch bald umfasste sie auch Werke von Künstlern aus Amerika, Afrika und Asien. Die documenta präsentiert einen Querschnitt durch die aktuelle Kunst aus dem Blickwinkel des jeweiligen Kurators, der im Kontext der documenta künstlerischer Leiter genannt wird. Ihre Geschichte ist voller Gegensätze und Brüche, in der sich unterschiedliche künstlerische und kuratorische Haltungen, Philosophien und Theorien ebenso widerspiegeln wie politische und gesellschaftliche Zeitströmungen. Die Besucherzahlen der documenta steigen regelmäßig. Die dOCUMENTA (13) zählte 860.000 Besucher. Als weltweit einzige Institution von vergleichbarer Bedeutung gilt die Biennale von Venedig. Die documenta nutzt unterschiedliche Ausstellungsorte innerhalb des Stadtgebietes von Kassel. Fester Ort seit 1955 ist das Fridericianum. Seit 1992, der DOCUMENTA IX, kam die neu erbaute documenta-Halle hinzu. Daneben werden – jeweils nach den Vorstellungen des künstlerischen Leiters – auch andere Museen in Kassel für die Dauer der Ausstellung zum Bestandteil der documenta. Hinzu kommen Gebäude, die regulär nicht für Ausstellungszwecke genutzt werden und daher über dem Aspekt der ausgestellten Kunst weitere Einblick gewähren etwa als technische oder infrastrukturelle Anlagen. Neben den künstlerischen Arbeiten, die innerhalb von Gebäuden präsentiert werden, sind auch Werke unter freiem Himmel fester Bestandteil der documenta. Standort dieser Außenarbeiten ist traditionell der Friedrichsplatz, vor dem Fridericianum, sowie die Karlsaue, eine innerstädtische Parkanlage. Aber auch andere Örtlichkeiten innerhalb der Stadt wurden bereits genutzt. Zur dauerhaften „Dokumentation“ der jeweils aktuellen Kunst verblieben wenige der ausgestellten Werke als Ankäufe in Kasseler Museen. Einige Außenarbeiten finden sich heute im Stadtbild, wobei das Projekt 7000 Eichen von Joseph Beuys mit dem provokativen Untertitel „Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“ wohl die wichtigste sein dürfte. Anlässlich der documenta 6, im Jahr 1977, entstand die begehbare Stahlskulptur Rahmenbau des österreichischen Künstlerkollektivs Haus-Rucker-Co. Durch den Künstler Horst H. Baumann wurde die weltweit erste Laserinstallation im öffentlichen Raum, zwischen Zwehrenturm, Herkules, Orangerie und Karlsaue eingerichtet. Später wurde sie als Laserscape Kassel reaktiviert und ist in modifizierter Form bis heute in Betrieb. Das aus Polyester gefertigte und an ein gefaltetes Papierboot erinnernde Traumschiff Tante Olga von Anatol Herzfeld fand einen Platz auf dem Gelände der Heinrich-Schütz-Schule. Walter De Maria bohrte auf dem Friedrichsplatz den Vertikalen Erdkilometer und füllte das Loch mit massiven Messingstäben von 5 cm Durchmesser, die zu einem Kilometer ineinandergesteckt, dauerhaft in die Erde eingelassen wurden, von oben sieht man auf dem Friedrichsplatz nur eine Platte und in deren Mitte den runden Querschnitt des Stabes. Zur documenta 7, 1982, verankerte Claes Oldenburg eine überdimensionale Spitzhacke am Ufer der Fulda. Der zur documenta 9, im Jahr 1992, installierte Man walking to the sky (eingedeutscht heute Himmelsstürmer genannt) von Jonathan Borofsky befindet sich inzwischen auf dem Vorplatz des Kasseler Hauptbahnhofs (nicht des ICE-Bahnhofs Kassel-Wilhelmshöhe). Ebenfalls in Kassel blieb ein Teil von Thomas Schüttes Figurengruppe „Fremde“, die auf dem Altan des ehemaligen Roten Palais am Friedrichsplatz installiert ist. Der andere Teil dieser Skulpturen steht auf dem Dach der Musik- und Kongresshalle in Lübeck. Die Skulptur von Jimmie Durham This Stone is from the mountain – This stone is from the Red Palace zur documenta IX, 1992, die sich auf dem zweiten Absatz der Gustav- Mahler-Treppe befand, ist im Sommer 2011 entfernt worden. Während der Documenta (d13) sind beide Steine erneut Bestandteil der Kunstausstellung (Kunstwerk 54 – Breite: N 51° 18.009', Länge: E 9° 29.909') Die Stahlkonstruktionen (Spitzhacke, Rahmenbau und Himmelsstürmer) wurden in enger Rücksprache mit den Künstlern vom Kasseler Unternehmen „Stahlbau Lamparter“ gefertigt. Die 1992 vom Landschaftsplaner Gustav Lange im Rahmen einer umstrittenen Umgestaltung des zentralen Kasseler Königsplatzes errichtete Treppe ins Nichts war entgegen weit verbreiteter Ansichten keine originäre documenta-Arbeit. Sie wurde nur auf Drängen und verbunden mit finanziellen Zusicherungen der Stadt vom damaligen Leiter Jan Hoet als Teil der documenta eingeordnet. Das umstrittene Kunstwerk wurde im Jahr 2000 in einer nicht legalen Aktion, eingeleitet von Kassels damaligem Oberbürgermeister Georg Lewandowski, abgerissen. Seit 2010 befinden sich Giuseppe Penones Idee di Pietra (Ansichten eines Steins) in der Karlsaue nahe der Orangerie. Nicht wenige dieser Kunstwerke stießen in der Kasseler Bevölkerung zunächst auf Skepsis oder Ablehnung und mussten gegen erhebliche Widerstände durchgesetzt werden, wie etwa der Vertikale Erdkilometer oder die sich mittlerweile großer Wertschätzung erfreuenden 7000 Eichen. Stadtverwaldung anstatt Stadtverwaltung von Beuys. [d11] Letztere waren zum Zeitpunkt ihrer Installation zwischen 1982 und 1987 ein Aufruf gegen die kritische und diskussionsereifernde Ohnmächtigkeit der Versteinerung von Menschen und Städten. Ein etwas außerhalb liegendes Kunstwerk ist die Künstler-Nekropole, die sich am Blauen See im Habichtswald befindet. Sie ist ein Friedhof, auf dem Künstler ihren eigens entworfenen Grabstein schon zu Lebzeiten aufstellen können. Man erreicht die Nekropole auf einem ca. halbstündigen Spaziergang durch den Wald. Das von Janet Cardiff und George Bures Miller geschaffene Kunstwerk „Alter Bahnhof Video Walk“ [d12],  das auf der documenta (d13)  2012 im Kulturbahnhof ausgestellt wurde, wurde von der Stadt angekauft und steht weiterhin zur Ausleihe durch das Stadtmuseum zur Verfügung. Dabei lädt ein kleiner tragbarer Mediaplayer mit Bildschirm und Kopfhörer zu einem Spaziergang durch den alten Kasseler Bahnhof ein, auf dem sich die Geschichte Kassels mit künstlerischer Fiktion vermischen. * Quelle Wikipedia Stand DEZ. 2016 – ohne Gewähr
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DOCUMENTA KUNSTWERKE IN KASSEL
Museum Fridericianum
Der öffentliche Raum der Stadt Kassel unterscheidet sich von dem anderer Städte durch seine Besetzung mit hochkarätigen Außenobjekten aus der documenta Vergangenheit. Denn mit der schrittweisen Erschließung neuer Schauplätze hat die Ausstellungsreihe ihr städtisches Umfeld programmatisch genutzt. Ortsspezifische Kunstwerke, die kommentierend oder intervenierend in den urbanen Zusammenhang eingreifen, gehören seit 1977 zu jeder documenta. Auf der Suche nach erweiterter sozialer Wirksamkeit reagiert nämlich die Kunst zunehmend auf ihr gesellschaftlich definiertes Umfeld, um abseits der Ausstellungsräume neue Verbindlichkeit zu gewinnen. Die Geschichte der documenta ist somit auch die Geschichte ihres Ausgreifens in den Außenraum. Obwohl alle Außenobjekte grundsätzlich temporär geplant werden, konnten bislang sechzehn prominente Installationen dauerhaft gesichert werden: Schenkungen oder Erwerbungen aus documenta 6 (1977), documenta 7 (1982), DOCUMENTA IX (1992), documenta X (1997) und dOCUMENTA (13) (2012). Ihr Verbleib ist nicht das Ergebnis einer systematischen Anschaffungspolitik, sondern ist abhängig vom Engagement der Bevölkerung sowie von Künstler- und Sponsorenaktivitäten. Die Werke unterliegen daher unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen und Zuständigkeiten. Die documenta Außenobjekte unterscheiden sich in ihren Dimensionen und ihrer Materialität ebenso wie in ihren künstlerischen Intentionen. In jedem Fall aber sind sie repräsentativ für die Vermittlungsabsicht der jeweiligen Ausstellung. Sie spiegeln wichtige Etappen in der Geschichte der Weltkunstausstellung und sind zeitgemäße Beispiele für den künstlerischen Umgang mit städtischen oder landschaftlichen Räumen.
Horst Baumann, Laserscape Kassel (1977)
Anatol Herzfeld, Das Traum- schiff Tante Olga (1977)
Haus-Rucker-Co, Rahmenbau (1977)
Claes Oldenburg, Spitzhacke (1982)
Joseph Beuys, 7000 Eichen. - Stadt- verwaldung statt Stadtverwaltung
Ulrich Rückriem, Ein Granitblock… (1982)
Max Neuhaus, Three to one (1992)
Per Kirkeby, Raumskulptur (1992) 
Thomas Schütte, Die Fremden (1992)
Jonathan Borofsky, Man Walking To The Sky (1992)
Lois Weinberger, Das über die Planzen/ ist eins mit Ihnen (1997)
Giuseppe Penone, Idee di pietra (2003/2008/2010)
Janet Cardiff und Georges - Bures Miller, Alter Bahnhof Video Walk (2012) 
* Quelle Kunstwerkfotos Nils Klinger 
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Mit ihrer öffentlichen Wirksamkeit stehen die Installationen stets im Mittelpunkt des Publikumsinteresses. Erstellung und Anschaffung vollziehen sich unter kritischer Kommentierung der Bürgerinnen und Bürger. In den oftmals kontroversen Reaktionen spiegeln sich auch die wechselnden Argumente bei der Diskussion um die Kunst im öffentlichen Umfeld.
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